Weitere deutsche Tennissensation bleibt aus, Kohlschreiber und Haas verpassen Viertelfinale


Für Tommy Haas (K-Swiss, Head, Dunlop) und auch Philipp Kohlschreiber (Adidas, Wilson) sind die French Open von Paris 2009 beendet. Leider verabschiedet man sich von den beiden deutschen Top-Tennis-Athleten mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Die größte Chance auf eine weitere Sensation hatte dabei Tommy Haas, der gegen den Weltranglistenzweiten Roger Federer aus der Schweiz bereits mit 2:0 in den Sätzen führte. Die ersten beiden Sätze waren hochklassig und aus deutscher Sicht absolut perfekt. Mit 7:6 im Tiebreak und 7:5 wurde der Hamburger für ein beherztes und mutiges Tennis auf höchstem Niveau belohnt. Nicht etwa weil Federer so schwach war, nein weil Haas so sicher, druckvoll und konstant spielte brachte er den favorisierten Federer an den Rand einer Niederlage.

… doch irgendwie kam es wie es kommen musste. Es gibt diese Momente in einem Tennismatch, es sind manchmal nur Sekunden in denen sich alles drehen kann. Bis zum 4:3 im dritten Satz für Haas lief alles normal. Beide Spieler agierten auf Top-Level und ließen dem jeweiligen Rückschläger kaum Chancen. Dann musste Federer in einer vorentscheidenden Phase des Matches gegen einen möglicherweise drohenden Matchverlust aufschlagen. Die Nerven lagen blank, den tatsächlich hatte Haas beim 4:3 einen Breakpunkt zum vorentscheidenden 5:3. Das hätte es sein können…

…doch der Schweizer Weltranglistenzweite und Topfavorit, nach dem Aus des Titelverteidigers Nadal und Weltranglistendritten Djokovic, blieb cool. Die Erfahrung aus unzähligen 5-Satz-Matches und 13 Grand-Slam-Titeln setzten sich schlussendlich doch durch. Federer schaffte den so wichtigen 4:4 Ausgleich und spürte, dass dies die Wende sein kann. Das folgende Aufschlagspiel verlief zunächst für den Deutschen, dem nach einer 40:15 Führung ein Doppelfehler und zwei weitere leichte Fehler unterliefen. 4:5 und Federer servierte zum anschließenden 4:6 aus deutscher Sicht souverän aus. Die folgende Leere merkte man Haas logischerweise an, der den 4.Satz mit 0:6 abschenkte.

Nach einer kurzen Pause der Besinnung und der Ruhe versuchte der deutsche im entscheidenden 5.Satz noch einmal alles, doch Federer war nun einfach etwas präsenter und sicherer. Nach einem knappen und hartumkämpften Fünfsatzmatch musste sich Haas letztlich mit 7:6, 7:5, 4:6, 0:6 und 2:6 geschlagen geben und konnte leider nicht in das Viertelfinale aufsteigen.

Zwei Tage nach dem Sensationssieg gegen Djokovic erlitt Philipp Kohlschreiber gegen den Spanier Tommy Robredo eine vermeidbare 4:6, 7:5, 6:7 (4:7) und 2:6 Niederlage und konnte dabei nur phasenweise an den Überraschungssieg vom Samstag anknüpfen. Der Sandplatzspezialist Robredo lies keine Zweifel aufkommen und machte deutlich, dass es am Pfingstmontag keine weitere deutsche Tennisüberraschung in Paris geben würde. Mit der Niederlage verpasste der 25-Jährige Augsburger auch den möglichen Sprung unter die Top 20 des ATP Rankings.

Kohlschreiber und auch Haas haben trotz ihrer Niederlagen im Achtelfinale eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre eingefahren und können sich beide mit einem Preisgeld von 68.400 Euro trösten. „Kopf hoch Jungs!“, sagt der Tennis Onlineversand von Tennis-World.de

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