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Kohlschreiber mehr als nur Schwein gehabt gegen Djokovic

French Open 2009, 5. Turniertag und was für ein Tag für das deutsche Tennis. Zuerst Tommy Haas und dann auch noch Philipp Kohlschreiber ziehen in das Achtelfinale der French Open von Paris ein. Dabei gelingt „Kohli“ eine echte Sensation gegen den serbischen Weltranglistendritten Novak Djokovic. Ein deutlicher 6:4, 6:4, 6:4 Sieg in der „Stierkampfarena“ von Roland Garros. Nach 2:21 Stunden verwandelte Kohlschreiber gleich den ersten Matchball zum Sieg und selbst Kritiker müssen zugeben, dass dies mehr war als nur „Schwein gehabt„…

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… und so wurde das diesjährige Pfingstwochenende zu einem der erfolgreichsten Tenniswochenenden der vergangenen Jahre. Die Zeitungen titelten: „Deutscher Glanztag auf roter Asche!“ Naja, soweit würde ich nicht gehen aber es war schon herrlich anzuschauen wie cool und konstant die Deutschen Tennisherren bislang in Paris auftreten. In der nächsten Runde trifft Philipp Kohlschreiber nun auf den Spanier Tommy Robredo.

Tommy Haas erreichte wenigen Stunden zuvor mit einem 7:5, 6:3, 4:6, 6:4 über den französischen Lokalmatador Jeremy Chardy das Achtelfinale. Haas bekommt es dabei im Achtelfinale von Paris am Pfingstmontag mit dem Schweizer Roger Federer zu tun.

Für die absolute Sensation dieses Tages sorgte aber Kohlschreiber, der mit präziser und cleverer Spielweise den „haushohen Favoriten“ Novak Djokovic von Beginn an bekämpfte. Kohlschreiber, der bereits letzte Woche in Düsseldorf beim ARAG World Team Cup sehr gute Leistungen zeigte war mit flinken Beinen unterwegs und streute immer wieder gefühlvolle Stops zu seinem soliden, druckvollen Grundlinienspiel ein. Djokovic zeigte sich sichtlich beeindruckt und konnte nicht an das gewohnte Niveau vergangener Turniere anknüpfen. Auf der Tribune der „Stierkampfarena“ klatschte Davis-Cup-Kapitän Patrick Kühnen Beifall und atmete im Anschluss an den überraschenden Matchausgang mächtig durch: „Schwein gehabt…“

Insgesamt gesehen konnte man keinesfalls damit rechnen, dass die deutschen Tennisakteure so erfolgreich auftreten und gleich 2 Spieler für das Achtelfinale stellen. Tommy Haas, der im Vorfeld mit Schulterproblemen zu kämpfen hatte und auch die BMW Open 2009 in München verletzungsbedingt absagen musste konnte nun wirklich überhaupt nicht mit einem solchen Ergebnis rechnen…

Vor sieben Jahren hatte Tommy das letzte Mal bei den French Open in Paris ein Achtelfinale gespielt. Nun ist Tommy Haas, der einzige Shooting-Star, der älteste im Turnier verbleibende Spieler und scheinbar noch nicht müde. Wir hoffen auf eine gute Party gegen Roger Federer, denn auch den Schweizer „Dauersieger“ kann man auf Asche bezwingen.

Tennis-Deutschland dank Kohlschreiber und „old-star“ Haas wie Phönix aus der Asche. Mit dem Sensationssieg gegen Novak Djokovic sorgten die beiden deutschen Tennis Herren für das beste deutsche Ergebnis in Paris seit 13 Jahren. 1996 spielte der spätere Finalist Michael Stich und Bernd Karbacher zum letzten Mal in der vierten Runde eines Grand Slam Turnieres.

Tommy Haas, der seit Kurzem wieder mit Thomas Högstedt vom BTV Stützpunkt in Unterhaching trainiert und auch Philipp Kohlschreiber haben im Vorfeld dieses Turnieres einiges in ihrem Spiel umgestellt und hart trainiert und daher komme ich zu dem Fazit: … das war mehr als nur Schwein gehabt!“

Tennis World gratuliert zu diesem tollen Erfolg. Interesse an Tommy Haas` K-Swiss Tennisschuhe oder an einem Wilson Tennis Racket von Philipp Kohlschreiber?

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